
Herbie wurde angebunden an einem Supermarkteingang aufgefunden, wo er bereits die halbe Nacht verbracht hatte, bis sich jemand kümmerte und traute, den nicht sehr freundlichen Rüden abzuleinen und ins Tierheim zu bringen. Die ersten Tage ließ Herbie niemanden an sich heran, so verunsichert war er. Für ihn galt (und gilt leider) das Motto “Angriff ist die beste Verteidigung”. Man muss also erst einmal eine Vertrauensbasis aufbauen, bis Herbie sich anfassen lässt.
Wir wissen nicht, was der Französische Bulldoggen-Rüde in der Vergangenheit durchleben musste, um so misstrauisch zu sein.
Herbie ist andererseits aber auch sehr fordernd und dickköpfig.
Wahrscheinlich hatte man ihn als kleinen, niedlichen Welpen ohne irgendeine Ahnung von hündischen Bedürfnissen angeschafft, war dann mit der Erziehung des selbstbewussten Rüden völlig überfordert gewesen und hatte viel zu viel durchgehen lassen bzw. willkürlich auf unerwünschtes Verhalten reagiert.
Bei Herbies Erziehung ist jedenfalls offensichtlich einiges falsch gelaufen.
Seine zukünftigen Bezugspersonen sollten auf jeden Fall über Hundeerfahrung verfügen, keine Kinder haben und bereit sein, langsam sein Vertrauen zu gewinnen.
Fordern sie gleich zuviel von Herbie, wird er sich das nicht gefallen lassen und drohen oder schnappen.
In der Wohnung verhält Herbie sich geradezu panisch – entweder kennt er das Leben in vier Wänden nicht oder aber, ihm ist dort Schlimmes widerfahren.
Seine Ausführerin gewöhnt ihn derzeit stundenweise an einen Aufenthalt in ihrer Wohnung.
Es wird schwierig sein, den Mittelweg zu finden, ihn soweit zu erziehen, dass er einem nicht auf der Nase herumtanzt, andererseits ihn aber auch nicht zu sehr unter Druck zu setzen, weil er dann seine bisher erlernten Abwehrmechanismen abspulen wird und eventuell auch beißen könnte.
Sein “Tick” ist es, Steine zu finden und diese dann auch zu verteidigen. Seine künftigen Besitzer sollten sich nicht einschüchtern lassen – Herbie weiss, was er will und versucht es auch durchzusetzen.
Auf dem Spaziergang reagiert er auf Motorräder, anderen Hunden begegnet er teils pöbelnd, wenn sie ihm zu nahe kommen.
http://www.tierheimbonn.de/2013/08/franz...gge-tierheim-3/
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